A trip to downunder

"the bloody longway to there!"

Tja, es sind schon eine ganze Menge Kilometer bis Sydney. Das Navigationssystem spricht von rund 16'000km. Ich habs nicht nachgezählt.
Der Flughafen in Zürich war - für mich - zum ersten Mal ziemlich voll. Trotzdem konnten wir pünktlich starten. Es war ein äusserst ruhiger Flug, was in der Gegend südlich des Himalaya nicht immer der Fall ist. Ohne grössere Probleme haben wir den ChangiAirport in Singapore erreicht. Knappe 2 Stunden später erwartete uns der Flug SQ219 nach Sydney. Auch in Sydney landeten wir auf die Minute pünktlich. Im Holiday Inn gab es zum ersten Mal wieder einen richtigen Schlaf.

Mit dem Taxi fahren wir frühmorgens unter dem Hafen von Sydney durch und treffen bei TCC ein.

Unser Begleiter für die nächsten 3 Monate wartet schon startklar in der Garage - ein TOYOTA Landcruiser mit Dachzelt.
Chris erklärt uns die wichtigsten Teile am Fahrzeug: Motor, Anwahl des Zusatztanks, Dachzelt, Seilwinde, Roobar und den Notsignalsender. Der Kindersitz ist unpassend und wird umgehend durch einen neuen ersetzt. Viel Zusatzausrüstung passt uns nicht ganz und wird ersetzt oder erweitert.
Zwei Stunden später finden wir uns auf einer Testfahrt wieder und tanken den Brennstoff - Diesel. Und ganze 180 Liter haben Platz.
Wir setzen die Fahrt in Richtung Northern Beaches fort. NARROBEEN lässt uns erstmal kurz verschnaufen. Der Caravan Park ist riesig und liegt auch gleich an einem herrlichen Surfstrand. Die australischen Surfer - wie immer mit langen Haaren, langen Shorts und einer eigens dafür geschaffenen Lässigkeit - lassen sich vom kalten Meerwasser nicht abschrecken. Auch Pascal findet es ganz lustig und trinkt auch gleich vom salzhaltigen Nass. Es scheint ihm zu schmecken! Das Schlafen im Zelt scheint ihm auch nichts auszumachen trotz Schlafsack und 9 Stunden Zeitverschiebung.

Sydney ...mit dem schönsten Hafen der Welt

...so sehen es zumindest die Aussies. Auch diesmal zieht uns Sydney wieder für einen Tag in seinen Bann. Ein kurzer Trip zur Oper, nach Manly und zu den Surfstränden von Manly. Wir wären ja gerne einen Tag früher oder sogar einen länger geblieben. Nur eben, die Busfahrer haben (wieder) mal gestreikt -> Chaos in the city! Schön ist es aber alle mal.
Dann heisst es wieder raus aus der Millionenmetropole - in die Berge.

Blue Mountains


Die Blue Mountains liegen ca. 200 km westlich von Sydney. Der Highway führt direkt ins Zentrum nach Katoomba. Bei den Wentworth Falls machen wir Rast. Von dort lässt sich ein wunderbares Tal auf einem Trail erkunden. Das Wetter ist uns aber nicht gut gesinnt und der Trail wird zur Zeit saniert. Aus diesen Gründen schlagen wir unser Zelt auf dem örtlichen Caravanpark auf.
Auch der nächste Tag ist mit Wolken bedeckt. Also kehren wir zur Ostküste nach Ulladulla. Nach Eden verlassen wir den Bundesstaat NSW und überqueren die Grenze nach VIC.

Die Strände hier im Süden (Lake Entrance) sind herrlich. Vor 3 Jahren hat es hier im Januar noch heftig geregnet. Nun ist es aber angenehm warm. Wegen der anstehenden Osterferien buchen wir vorsichtshalber die Fähre nach Tasmanien. Wir haben Glück - es hat noch freie Plätze - und erst noch mit dem Devil Cat. Am Mittwoch gehts nun ab in den südlichsten Bundesstaat Australiens. Diese Wasserstrasse ist ein Teil des Highways!

Zuvor statten wir den Pinguinen auf Phillip Island noch einen Besuch ab. Auf dem Weg nach Melbourne treffen wir in einem Park auf Koalas. Einfach niedlich, diese Tiere.

Je näher wir uns Melbourne nähern, je britischer wird es. Der viktorianische Stil ist nicht zu übersehen (very british).

Die ersten 1200km liegen nun hinter uns. Ein paar Kilometer werden noch folgen... ;-)

Let's go to Tasmania - we hope the weather is fine!

Tasmania Devil

Sechs Stunden dauert die Überfahrt mit dem "Devil Cat". Satter Power für diese Strecke. Die Bass Strait gilt nicht gerade als ruhige See. Bei der Regatta Sydney - Hobart kentert ab und zu ein Boot. Heute ist die See aber äusserst flau. Die vier Antriebsturbinen setzen ca. 2 Olympia-Schwimmbecken an Wasser in gerade mal 30 Sekunden um. Soviel Power hab ich an einem Boot noch nie gesehen!
Sicher bringt uns das Fährschiff in Georgetown wieder an Land. In Georgetown (Queen Elisabeth lässt grüssen...) erhalten wir auf dem Campground super Infos zur Insel. Ein pensioniertes Ehepaar gibt uns viele nützliche Tipps.
Der erste Tag auf der grünen Insel bringt uns nach Devenport. Auf dem Weg dorthin fahren wir zum Cradle Mountain. Leider sieht das Wetter dafür aber schlecht aus und wir kehren auf halber Fahrt wieder um. Entlang der Nordküste fahren wir bis Black River und campen zwischen Sanddünen. Tortz angesagtem Regen gibt es nur ein paar Tröpfchen. Den tasmanischen Teufel haben wir nicht gesehen, aber abends gehört...

Cradle Mountain

Wir wagen den Trip zum Cradle Mountain nochmals. Der Tag verspricht sonnig zu werden. Am Rand der Berge beginnt es zu REGNEN! Welch ein Jammer. Dieses Gebiet soll nur an 30 Tagen im Jahr Sonne haben. Schon wieder Pech? Wir fahren weiter. Kurz vor dem Nationalpark scheint wieder die Sonne und es sieht für die nächsten Stunden sehr gut aus. Blauer Himmel mit ein paar weissen Wolken - was will der Photograph mehr! ;-)
Das Gebiet hält, was uns versprochen wurde. Eine geniale, wunderschöne Berglandschaft. Auf dem Weg zum Lake Gove sehen wir sogar das erste Kangaroo. Zum Photographieren reichts nicht - es ist zu schnell wieder weg. Auf einem Walk laufen wir durch den Regenwald einem Fluss entlang. Das höchste, was ich mir an Spazieren vorstellen kann.

In dieser Gegend können wir nicht campen. Also fahren wir nach Waratah, einer halb verlassenen Minenstadt (Zink, Kupfer, Zinn). Auf dem Highway sehen wir zum ersten Mal im Leben einen Wombat! Er watschelt durch die Gegend und sucht sich Nahrung.
Was war das doch für ein Tag, so viel neues und schönes gesehen zu haben!

Auf dem Weg nach Strahan (Westküste) überqueren wir den Pieman River. Natürlich nicht auf einer Brücke, sondern mit dem Fährmann! Wir fühlen uns in dieser abgelegenen Gegend fast wie im Wilden Westen. Eine "sealed Road" (geteerte Strasse) gibts da natürlich nicht mehr. Genau das Gelände für unser Fahrzeug. Das Gerumpel ums Auto macht sogar Pascal Spass.
In Strahan finden wir zum ersten Mal ein vernünftiges Internet-Cafe.

See you...the next letter is coming soon.

Technische Daten

Standort: Strahan (TAS)
Tage: 15/90
Flugstrecke: Zürich - Singapore - Sydney
Flugdistanz: ca. 16'000km
Flugzeit: 18h 30'
Fähren Anzahl: 2
  Melbourne-Gorgetown: ca. 350 km
  Pieman River ca. 250m Strassenkilometer: ca. 2'000km
Verbrauch Diesel: ca. 230 Liter

Reiseroute