back to Menu

Way to Downunder

Der Flug nach Downunder dauert leider immer noch fast 24 Stunden. Unglücklicherweise hat es Emirates nicht geschafft, dass wir zu fünft in einer Reihe sitzen (trotz Bestätigung im Reisebüro). Mit 3 Kids wird das eher mühsam. In Zürich kann man die Plätze noch schieben. Ab Dubai müssen wir vor Ort für eine Umbuchung schauen.
Das Flugzeug ist eng und laut. Die Bordunterhaltung ist ausgebaut und unterhaltsam geworden - nicht schlecht ;-) . Das erste Stück der Reise dauert ca. 6 Stunden. Im Flughafen von Dubai ist's ziemlich hektisch. Viele Leute aus unterschiedlichen Ländern und Religionen halten sich hier auf. Das Gate ist schnell gefunden. Hier eine Umbuchung zu machen ist hoffnungslos. Wir versuchens an Bord. Glücklicherweise sitzt in der Reihe ein Paar, welches bereit ist, einen Platz zu tauschen. Kein Gedanke mehr daran, wie mühsam die kommenden zwei Flüge geworden wären...



Bankok ist nach rund 5.5h erreicht. Ein kurzes Aussteigen und wieder Einchecken (inkl. Durchleuchtung aller Habseeligkeiten ?!?) - warum auch immer - Bush sei Dank!
Der letzte Teil der Strecke dauert zwar am längsten, geht aber auch rasch und ohne grosse Turbulenzen vorüber. Der Flughafen "Kingforth Smith" in Sydney ist erreicht. Nun folgt die letzte "grosse" Hürde - der Zoll. Nun heisst es, alles Essbare abzuwerfen und sich auf Warteschlangen einzustellen. Die Einreise erfolgt problemlos, bei der Gepäcküberprüfung geht's dann schon länger. Zwar sind die Medikamente diesemal kein Einreisethema, doch scheint man über den Fliegenvernichter aus chinesischer Produktion nicht erfreut! "Der ist nicht sicher und darf deshalb nicht eingeführt werden!" Wir erhalten zwei Merkblätter und müssen dafür wohl nicht ins Gefängnis...
Ja, ja hier bei den Aussies nimmt man es eben genau.

Here and around

Es ist kurz nach 10 am. Ein Taxi führt uns nach Brookvale zu unserem Autovermieter - TCC. Bruno und Chris haben den Toyota Landcruiser mit dem Dachzelt und allem Brauchbaren bereitgestellt. Pascal hat's erwischt. Der Jet-lag hat ihn heimgesucht. Müde?!?...



Ausser bei Philipp scheinen aber alle langsam davon erfasst zu werden. Also packen wir noch ein paar wichtige Sachen und fahren nach Narrabeen auf einen Campground. Narrabeen ist ein kleiner Vorort von Sydney und eines der vielen Surfparadiese in und um Sydney (Wellenreiten - ohne Segel).
Vieles ist vertraut. Doch der Preis für den Zeltplatz ist kräftig gestiegen - :-( . Nachdem das Zelt am Boden steht, gibts noch einen ersten Einkauf. Die Warenketten "Woolworths - the fresh people", "k-mart", "Coles" und - wer hätte das gedacht - "ALDI" reihen sich aneinander. Zu unserem Erstaunen führen die Aussies inzwischen auch Duschmittel (shower gel)- und das erst noch in sehr vielen Variationen!. Das konnte man sich vor 5 Jahren nicht vorstellen. Nun beginnt nach dem Verlust des eigenen Duschmittels nicht gleich eine hysterische Suche nach etwas Brauchbarem, das nicht gerade wie ne Seife aussieht!
Der Rest wird auf dem Campground auch noch eingerichtet. Dann ist mal eine Portion Schlaf angesagt...
Der neue Tag beginnt mit ein paar Kontakten zwischen Einheimischen und Langzeitreisenden. Ein paar gute Infos und Reiseutensilien erhalten wir gleich dazu.
Der an den Campground grenzende See mündet ins offene Meer. Die Mündung ist etwa 20m breit und verleitet mich und die Kids zu einer Wasserüberquerung. Da das Wasser bis zum Bauch steigt, werden alle Kleider trieffend nass. Die Strömung ist gering, so dass wir keine Angst haben müssen, ins Meer gespühlt zu werden. Auf der andern Seite der Mündung entdecke ich ein paar Überreste. Ob es nur Seegrass oder doch Quallenreste sind, kann ich nicht erkennen. Für die Rückkehr lassen wir uns wieder durchs Wasser gleiten. Erst auf dem Campground erfahren wir, dass es im See/Meer Stinger (box jelly fish) haben soll. Nach meinen Kenntnissen ist das Wasser (20 Grad) zu warm für diese und normalerweise findet man sie nur im Norden von Australien. Bleibt also die Frage offen - war es nur einer dieser Aussie-Schauermärchen? Die Aussies neigen dazu, Gefährliches zu dramatisieren und gerade Ausländern gegenüber mächtig zu übertreiben. Man denke nur an den Film "Crocodile Dundiee"...

Sydney Harbour

Der Bus führt uns via Manly zur Fähre. Diese fährt im halbstunden Takt zum Circular Quay (für nicht Ortskundige - der Platz zwischen Oper und Haurbour Bridge).



Von hier fährt anschliessend wieder eine Fähre zum Zoo "Taronga". Neben vielen endemischen Tieren gibts auch welche aus andern Kontinenten: Elefanten, Zebra, Giraffen, Drachen, und, und, und...



Der Zoo ist allemal ein Blickfang und einen Besuch wert. Der Preis dafür ist entsprechend - aber den Kindern hat's gefallen..
Generell ist festzustellen, dass die Preise in Australien seit 2002 merklich gestiegen sind. So kostet ein Liter Diesel nun min. 1$20. Zuvor war ein Preis von 79cents in den Städten preiswert. Auch sind die Campsites kräftig angehoben worden - was uns nicht gerade entgegen kommt...

Der Weg in den Süden

Bevor es so richtig los geht, halten wir nochmals bei TCC, um ein paar Sachen an Bord zu nehmen. Danach geht es mit dem 4WD auf dem Highway #1 (Princes Highway) durch Sydney in Richtung Süden. Das Fernziel ist das rund 1000km entfernte Melbourne. Auf diesem Highway kann man rund um Australien fahren - was bei einer geschätzten Küstenlänge von Australien mit 40'000km doch ein beachtlicher Highway ist. Wir halten aber an diesem Tag mal in Kiama an. Hier an der Südost-Küste gibt es neben der schroffen Felsküste auch immer wieder herrliche Strandabschnitte und auch ein sogenantes "blow-hole". Wasser spritzt durch Wellen getrieben meterhoch durch ein Loch im Felsen in die Luft.
Das Wetter ist mittelprächtig - bedeckt mit kühlem Wind bei gemessenen Temperaturen über 24 Grad. Da der Sommer hier sehr heiss war, freuen sich die Aussies natürlich auf eine kühlere Wetterfront.
Wer nun denkt, kaum in Downunder zu sein und Kägurus zu sehen, irrt. Diese sind zwar reichlich vorhanden - aber weniger in den grossen Städten zu finden. Die hüpfenden Nationaltiere lieben weite, flache Gegenden und sind in den Morgen- und Abendstunden aktiv.
Dafür treffen wir bereits den ersten Kakadu - es ist ein weisser.

Der hügelige Südosten

Drei Autostunden südlich von Kiama lassen wir den "Snowy-Highway" rechts liegen und fahren bis Pambula. Ein wirklich netter Fleck auf dieser Erde. Die Kiter kommen hier voll auf ihre Rechnung.

Früher als erwartet treffen wir hier bereits auf eine Herde Kägurus. Sie grasen gemütlich neben den Sites im Gras...

Parts of Australia

Australien ist in acht Teile aufgeteilt. Diese Bundesstaaten heissen: ...in dieser Reihenfolge durchfahren wir sie.
Die weiteren heissen:

Surf'n'OZ

Eine der meisten Nebenbeschäftigungen eines Aussies ist - neben Fischen und BBQ - Surfen (Wellenreiten). Der Süd-Westen bietet hier sehr viele Möglichkeiten - meilenweite leere Sandstrände mit Wellen, die zum Surfen einladen. Wir lassen uns nach Seaspray locken - an den 90-Miles-Beach (warum die Aussies und Kiwis in den Strandbezeichnungen "Miles" verwenden, aber die Strassen in "km" gerechnet werden, ist mir gänzlich unbekannt).



Der ganze Küstenabschnitt scheint sich aufs Surfen eingestellt zu haben. Die vielen Shops weisen darauf hin.



Wer IN sein will, hat ein Surfboard auf dem Autodach... Am Strand hat es heute nur wenig Surfer - die Wellen sind nicht hoch genug.



Vielleicht sehen wir in den kommenden Tagen mehr davon. Die Küste ist ja noch lang...

Downunder?

Vieles ist in Australien "verdreht" oder "vertauscht". Der Links-Verkehr ist an England angelehnt. Die Tage und Jahreszeiten, Blinker und Scheibenwischer, das Gehen auf dem Gehsteig, ...und

die Schwäne sind schwarz - nicht wie bei uns weiss :-). In den Weiten zwischen einzelnen Städten scheint die Zeit in den 50er-Jahren stehen geblieben zu sein. Kommt man dann wieder in eine Gossstadt, ist man wieder in unserem Jahrtausend.


Owl

Zum ersten Mal im Leben sehe ich eine Eule in der Natur...



...ein Kläfferkauz / Barking Owl.

GOR oder Great Ocean Road

Melbourne kennen wir bereits. Also fahren wir von Phillip Island mit der Fähre von Sorento nach Queenscliff.



Das spart uns Ärger und Zeit.
Die GOR verläuft im Süden von Torquay bis nach Portland. Meist führt der Strassenlauf entlang nahe der Küste. Stopps und Lookouts bieten jeweils einen Blick auf den Küstenabschnitt an der "Bass Strait". Die Küste ist meist steil und schroff, bietet aber immer wieder Platz für einsame Sandstrände. Die touristischen Höhepunkte sind die "Twelve Apostles" sowie die "Londen Bridge". Beides sind markante Felsformationen aus Sandstein. Der Felsen wird von der rauhen, antarktischen See langsam aber unaufhaltsam abgetragen. So brach in den 90er Jahren ein Teil der "London Bridge" ein. In Anbetracht der schlechten Witterung gibt es nicht die Fassung in Sonne-blau sondern in regnerischem-grau.



An der GOR liegen die berühmten Badeorte wie Lorne und Apollo Bay. Zur Zeit finden da gerade die Wettkämpfe der Life Saver's statt.



Otway NP

Der Otway National Park ändert für kurze Zeit das Küstenbild. Dieser Teil der Küste ist mit einem Regenwald bewachsen. Ein kurzer Walk zeigt einen kleinen aber eindrücklichen Einblick in den kalttemperierten Regenwald dieser Gegend. Einige Euykalypten sind über 40m hoch!



Farne und Eukalypten teilen sich einen grossen Teil der Bodenfläche.


"Bilder von Hand zusammen gefügt"


back to Menu