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Coral Bay

Wir befinden uns immernoch an der Westküste Australiens etwas oberhalb der subtropischen Grenze. Genauer gesagt in Coral Bay. Bei unserer Ankunft im Caravan Park läuft uns ein riesiger Lizzard über den Weg.



Coral Bay ist ein Ferienort am Ningaloo Reef für Urlauber, Taucher und Fischer. In der Bay sind im knietiefen Wasser mehrere Stachelrochen sowie einige Fischschwärme zu sehen. Das Wasser ist glasklar.

In der Nacht schaffe ich es, den Autoschlüssel einzuschliessen. Nun stellt sich die Frage, wie kriegt man das Fahrzeug trotzdem auf? Da hilft mir das Schicksal eines Engländers - ihm ist dasselbe in Yulara passiert. Gemeinsam mit einem Dänen haben wir damals via Türscheibe die Verriegelung von aussen geöffnet. Leider klappt dies beim Troopy definitv nicht. Wie also weiter? Sonnencreme, Essen, Geld, Reserverschlüssel sind im Auto :-(
Eine Garage gibt es hier nicht. Der Schlüsselhändler (LockSmith) ist 200km entfernt. Der Weg führt zum Caretaker. Dieser kennt zwei Leute, die so etwas an die Hand nehmen können. John - er steht nie vor 9 Uhr auf und der andere erst nach 12h. John ist also die erste Adresse. Er wohnt in einem umgebauten Bus und hat einen Bart bis zur Brust. Er war Schoolbus Driver und hat ein Jahr eine Auszeit genommen.
Als ich ihm mein Problem schildere, verzeiht er sein Gesicht und sagt "...take a look.". Mit zwei Drähten und einer Zange dauert das ganze gerade mal 20 Minuten und die Tür ist geöffnet. Gewusst wie! ;-)

Carnarvon

Mit einer Erfahrung reicher gehts nun weiter in Richtung Süden nach Carnarvon. Es ist die erste Stadt südlich der subtropischen Grenze. Das Klima lässt Bananen und Mangos prächtig gedeihen. 70% des australischen Konsums stammen von hier.
Hier mündet der Gascoyne River ins Meer. Doch im Moment ist er ausgetrocknet. 40km landeinwärts befindet sich in demselben eine Senkung - Rocky Pool. Da solls noch Wasser im Flussbett geben. Dies wollen wir uns nicht entgehen lassen. Kurz nach dem Verlassen des Highways treffen wir auf ein stehen gebliebenes Auto mit einer Aboriginal Familie. Der Motor startet nicht mehr. Wir entschliessen uns, ihn abzuschleppen. Der Familienvater zeigt sich sichtlich erfreut über diese schnelle Hilfe.
Wir nehmen den Weg nochmals auf und fahren zum Pool. Sehr eindrücklich, dass hier noch soviel Wasser vorhanden ist...



Die Highways sind lang und teilweise uninteressant. Doch ab und zu gibt es auch etwas Abwechslung. Meist dann, wenn ein Känguruh erst vor kurzem überfahren wurde. Die Räuber der Landstrasse machen sich dann an die Arbeit - des einen Leid, des andern Freude...



Leider gibt es am Highway noch Unerfreulicheres zu sehen. Viele Bremsspuren weisen auf einen Unfall hin. Ein Mietcamper von "Britz" ist in einer der wenigen Kurven vom Weg. Bei einem solchen Manöver ist ein Überschlag des Fahrzeuges bei dieser Bauweise der Strasse fast unausweichlich. Ein Totalschaden ist fast immer die Folge. Neben dem abgerissenen Dachaufbau wurde auch die Fahrerkabine völlig demoliert. Wie es mit den Verletzungen ausschaut, ist dann das andere. Hier siehts eher schlimm aus...



Shark Bay

Südlich von Carnarvon liegt an der Küste die Shark Bay. Sie hat ihrem Namen nicht von ungefähr. Hier tummeln sich sehr viele Haie. Der Grund dafür ist gegeben. Wegen dem vielen Seegras tummeln sich viele Dugons (Seekühe) und Delphine in diesen Gewässern - eine leckere Beute für die Raubfische. Im weiteren gibt es auch zahlreiche Steinfische (stone fish). Die 13 Stacheln an der Oberseite des Fischs sind für den Menschen tödlich. Zum Leidwesen tarnen sich die Fische zwischen den Steinen und in wenig tiefem Wasser. Beim Baden an der Küste heisst es also wachsam sein!

Am südlichen Ende der Bay befinden sich die ältesten Lebewesen dieser Erde - die Stromatoliten.



Sie sehen aus wie Steine oder Korallen. Ihr Wachstum beträgt ca. 5mm in 30 Jahren.
Hier gibt es auch sehr viele kleine weisse Muscheln. Diese lagern sich seit Jahrunderten am Strand ab. Vom Druck der Masse pressen sich die Schalen so ineinander, dass eine harte Masse entsteht. Diese wurden am Anfang des letzten Jahrhunderts genutzt, um Blöcke für den Bau von Häusern zu verwenden.



Auf dem Weg entlang der Shark Bay nach Monkey Mia befindet sich der Shell Beach. Wie der Name bereits erahnen lässt, ist die Beschaffenheit des Beachs aus Millionen kleiner Muscheln. Da es sich hier um ausschliesslich weisse Muscheln handelt, blendet der Strand in der Sonne extrem. Zusammen mit dem türkisfarbenen Wasser gibt sich die Bay hier äusserst karibisch.



Am TopEnd der Shark Bay befindet sich ein sehr schöner Nationalpark (François Peron). Dieser ist nur mit 4WD Fahrzeugen zu meistern, da der Weg hauptsächlich durch tiefen roten Sand verläuft. Ohne Reduktion des Reifendrucks, Allradantrieb und hohe Bodenfreiheit geht hier nichts. Wir sind in der glücklichen Lage, diese Eigenschaften bei uns zu haben und durchqueren den Park. Beim der Bottle Bay verläuft eine rote Düne direkt am weissen Strand entlang. Ein Zustand, der nur selten in Australien vorzufinden ist.



Am Ausgang des Parks ist hinter dem Homestead ein Hotwater-Pool zu finden. Hier wird aus 800m Tiefe warmes Wasser mit Hilfe eines Windrades in den Pool gepumpt. Darin kann man sich nach den Strapatzen im Park prächtig erholen.



Der Weg führt uns nun wieder weiter nach Süden. In Monkey Mia gibt es noch ein paar Delphine zu besichtigen, allerdings ist dies etwas zu touristisch...





Beim Overlander Roadhouse treffen wir wieder auf den Highway. Hier schlagen wir unser Nachtlager auf. Ein Countermeal rundet den Abend ab...



Kalbarri

Der ca. 700km lange Murchison River mündet in Kalbarri in den Ozean. Zuvor verläuft der River durch eine gebirgige Landschaft. In Jahrtausenden hat sich das Wasser immer tiefer in die Schluchten hineingegraben.



Das ruhige Wasser am Ende des Flusses lädt zum Kajaken ein. Der starke Wind am frühen Morgen macht es aber zu einem Kraftakt.



Port Dension

Ein schlichter Name, ein kleines Fischerdorf - so sieht es auf den ersten Blick aus. Was den Ort aber weltberühmt macht, sind die sehr vielen Lobster (Hummer), die sich hier vor der Küste tummeln. Die hier dem Meer entnommenen Tiere werden lebend in die ganze Welt - vor allem aber nach Asien (China, Honkong, Taiwan und Japan) - verfrachtet. In der hiesigen Fabrik werden die roten Riesen gewogen und danach verpackt (ohne Wasser). Die delikaten Tiere können mehr als 30 Stunden ausserhalb des Salzwassers ausharren. Danach landen sie lebendigen Leibes in den Kochtöpfen der Restaurants. Ein Lobster ist hier an der Küste für 22 Dollar zu haben. In den Restaurants werden sie dann für einige 100 Dollars verspiesen...



Nambung National Park

Das letzte grosse Higlight unserer 10 wöchigen Reise sind die Pinnacles - Steinformationen in gelb. Diese wurden vor zehntausenden von Jahren gebildt und sind heute noch in einem sandiggelben Farbe zu bewundern. Besonders schön sieht es aus, wenn der passende Himmel in der Komplementärfarbe blau den Horizont überzieht...






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